Niederlage


Niederlage der Sanscoulotten: Obgleich sie unterschiedliche politische Ziele verfolgten, unterstützten die Sanscoulotten die Jakobiner zunächst. Ende des 18. Jahrhunderts trennten sich allerdings ihre Wege. Doch mit dem Sturz des Jakobinerführers Robespierre verloren auch die Sanscoulotten ihren politischen Einfluss.

Sitzung: Aus improvisierten Kaffeehaus-Treffen der bretonischen Abgeordneten der Generalstände ("Club breton") erwachsen, nahm der Jakobinerclub im Oktober 1789 seinen revolutionären Namen an ("Société des Amis de la Constitution"), hieß aber nach seinem Tagungsort im aufgelösten Kloster der Dominikaner ("Jacobins") "Club der Jakobiner".

Emblem der Jakobiner: Der Club der Jakobiner zählte bald 1200 Mitglieder, vor allem Abgeordnete der Nationalversammlung und bürgerliche Intellektuelle, die sich den hohen Mitgliedsbeitrag von 24 Livres leisten konnten. Bis Juni 1791 gewann er wachsenden Einfluss, besonders durch briefliche Verbindung mit 400 provinzialen Clubs.

Oktober 1793: Die Königin Marie Antoinette muss vor dem französischen Tribunal in Paris Rede und Antwort stehen. Der Jakobiner Jean Paul Marat sagte einst über sie: "Steckt diese Österreicherin ins Gefängnis!... Der Thronfolger hat kein Recht auf ein Abendessen, solange ihr kein Brot habt!"

Jakobiner Jean Paul Marat: Der Arzt und Journalist galt als einer der radikalsten der radikalsten Führer der Französischen Revolution. Unermüdlich warnte er das Volk vor der neuen "Aristokratie" und setzte sich publikumswirksam, als selbstloser Anwalt der kleinen Leute, als Volkstribun in Szene. Am 13. Juli 1793 wurde er von Charlotte Corday ermodet. Sie war Anhängerin der gemäßigten Girondisten, die durch die Schreckensherrschaft der Jakobiner vernichtet wurden.

Als Jakobiner wurden die Mitglieder des wichtigsten Klubs der Französischen Revolution bezeichnet. Ihren Namen erhielten sie nach ihrem Tagungsort, dem Dominikanerkloster Saint-Jacques in Paris. Auch in den Provinzen entstanden zahlreiche Jakobinerklubs. Nach dem Ausscheiden der Gemäßigten, die an der konstitutionellen Monarchie festhielten, wurde der Klub seit Sommer 1791 zum Stoßtrupp der Republikaner. Er war zunächst von den Girondisten beherrscht, gemäßigten Republikanern. Ihr Name ist abgeleitet von dem Département Gironde im Südwesten Frankreichs, aus dem ihre einflussreichsten Abgeordneten kamen. Sie entstammten meist dem liberalen Bürgertum der Provinzen. Der Aufstand der Sansculotten vom 31. Mai bis 2. Juni 1793 führte zur Verhaftung und Hinrichtung der führenden Girondisten. Die Führung im Jakobinerklub übernahmen nun die Radikalen. Unter der Führung von ROBESPIERRE organisierten die Jakobiner 1793/94 die Schreckensherrschaft. Nach ROBESPIERRES Sturz wurde der Jakobinerklub am 11. November 1794 geschlossen.

Eine Schreckensherrschaft ist eine Bezeichnung für eine Herrschaft, in der Menschen brutal und grausam unterdrückt und verfolgt werden (bis hin zur Tötung) und die dadurch Schrecken einflößt. Kaum jemand kann sich in ihr sicher fühlen.

Eine Phase in der Französischen Revolution 1793/4 wird als „Schreckensherrschaft“ („Terreur“) bezeichnet. Die Jakobiner wurden als politischer Klub gegründet. Im Nationalkonvent wurde ihre Gruppierung „Bergpartei“ genannt („Montagnards“). Im Juni 1793 wurden die Girondisten durch einen Volksaufstand gestürzt und die Jakobiner kamen an die Macht. Maximilian de Robespierre wurde der führende Politiker, war allerdings nur ein Mitglied von 12 im Wohlfahrtsausschuss (Comité de salut public), der mit weitgehenden Vollmachten, die ihm der Nationalkonvent übertragen hatte, die Regierung übernommen hatte. Robespierre war stark von Gedanken des Philosophen Jean-Jacques Rousseau geprägt, die auch andere Beeinflussten. In seinem Selbstverständnis sah er sich als Kämpfer für die Humanität. Die wichtigste Antriebskraft der Demokratie war nach seiner Auffassung öffentliche Tugend. Er neigte dazu, sich im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sehen, nur einen Standpunkt für anständig und gut vertretbar zu halten und diesen für den allgemeinen Willen (volonté générale) zu erklären. Tugend bedeutete für ihn Liebe zum Vaterland und zur Gleichheit.

Die Jakobiner übten Kontrolle aus und verfolgten ein Verhalten, das als Abweichung vom Allgemeinwohl trotz Ermahnung verstanden wurde. Am 17. September 1793 wurde vom Nationalkonvent das „Gesetz über die Verdächtigen“ beschlossen. Überwachungsausschüssen erhielten die Vollmacht, Haftbefehle gegen verdächtige Personen auszustellen. Als Verdächtige galten alle, die sich durch ihre Ansichten oder ihre Haltung als „Feinde der Freiheit" erwiesen. Die Verhafteten hatten im Prozess vor dem Revolutionstribunal ihre Unschuld nachzuweisen. Ein Gesetz vom 19. Juni 1794 ließ dabei keinen Verteidiger als Rechtsbeistand zu. Als Urteile über als „Feinde des Volkes“ Angeklagte waren Freispruch oder Hinrichtung vorgesehen. Es kam zu vielen Hinrichtungen, auch Revolutionäre werden durch die Guillotine getötet (Verfolgung abweichender politischer Meinungen).

Die Französische Revolution war in dieser Zeit bedroht (Krieg und Bürgerkrieg durch gegenrevolutionäre Bewegungen und Aufstände im Inneren) und energische Maßnahmen zu ihrer Erhaltung daher wichtig. Robespierre und die Jakobiner haben ihre „Schreckensherrschaft“ („Terreur“) damit gerechtfertigt, Frankreich und seine Revolution vor der Tyrannei der Gegenrevolution zu schützen. Terror angesichts einer Notlage bezeichnete er als rasche, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Daraus ist aber ein überzogenes Vorgehen geworden, das Grundrechte und wichtige Freiheiten einschränkte und aufhob und wenig Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen zeigte. Auch von anderen Gruppierungen ist in der Zeit der Französischen Revolution „Terror“ (das lateinische Wort terror bedeutet „Schrecken“) ausgeübt worden und Jakobiner sind auch dessen Opfer gewesen.

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